Onkologie

Hat Ihr Haustier eine Beule oder eine nicht heilende Wunde am Körper?

Warten Sie nicht zu lange und lassen Sie es rechtzeitig untersuchen.

In den letzten Jahren treten Tumore bei Haustieren immer häufiger auf. Das vermehrte Vorkommen von Neubildungen hängt zum Teil damit zusammen, dass unsere Haustiere nicht nur dieselbe Umwelt mit uns Menschen teilen, sondern auch eine ähnliche Lebensweise und ungeeignete Ernährungsgewohnheiten haben. In Übereinstimmung mit den neuesten Erkenntnissen der Tiermedizin unterstützen wir den Grundsatz, unerwünschte Zubildungen zu entfernen, sobald sie auftreten. Mit fortschreitender Zeit vergrößern sie sich nicht nur, sondern Tumorzellen können zudem wandern und weitere Tumore in anderem Gewebe bilden, sogenannte Metastasen. Mithilfe moderner Operationstechnik entfernen wir Haut- und Unterhautzubildungen, Gesäugetumore sowie Tumore im Brust- und Bauchraum. Bestimmte Krebsarten (z. B. Leukämie, Lymphome) behandeln wir mit Chemotherapie. Bei Bedarf verabreichen wir Bluttransfusionen.

Warum sollte ein Tumor histologisch untersucht werden?

Proben der entfernten Zubildungen senden wir zur histologischen Untersuchung ein. Die Bestimmung der genauen Tumorart ist wichtig, um die Prognose (die weitere Entwicklung) festzulegen oder die Therapie zu ergänzen. Selbst bösartige Tumore müssen nicht zwangsläufig ein schlechtes Ende bedeuten. Sehr wichtig ist ein rechtzeitiger chirurgischer Eingriff. Zeitlich und technisch anspruchsvolle Operationen bei Senioren im hohen Alter stellen ein großes Anästhesierisiko dar oder ein solcher Eingriff kann gar nicht mehr durchgeführt werden.

Mythen über Krebserkrankungen

„Wir warten erst mal ab, was sich tut.“

Diese Redensart kann das Leben Ihres Tieres erheblich verkürzen. Jeder Tumor kann früher oder später anfangen, sich zu vergrößern, zu bluten und Schmerzen zu verursachen. Hinzu kommt das Risiko, dass weitere Organe befallen werden.

„Wenn man in den Tumor hineinschneidet, stirbt der Patient.“

Tierhalter glauben manchmal, dass nichts passiert, solange ein Tumor „ruht“. Sobald man ihn jedoch anrührt, aktiviert er sich, beginnt schnell zu wachsen oder bildet Metastasen (Tochtergeschwulste in anderen Geweben). Dieser Mythos entstand in der Humanmedizin, als in der Vergangenheit Tumore erst in einem späten Entwicklungsstadium operiert wurden und keine präzisen Diagnosemethoden zur Verfügung standen. Daher hatten die Patienten bereits von Anfang an eine schlechtere Prognose.
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